AGATON LEHM – Hochwertige Lehm-Baustoffe


Glossar

Baubiologie (Quelle: IBN)

Die Baubiologie ist die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen den Menschen und ihrer Wohn- und Arbeitsumwelt. Maßstab ist die Natur. Bzgl. Baustoffen gilt es, Schadstoffe in Baumaterialien bei der Herstellung, im Gebrauch und bei der Entsorgung auszuschließen, so dass sie im Idealfall wie die THERMO NATUR Dämmstoffe als baubiologisch unbedenklich klassifiziert werden können. Siehe auch: „Die 25 Grundregeln der Baubiologie“ (http://25Grundregeln.Baubiologie.de und http://www.zeitschrift.baubiologie.de)

Baubiologische Baustoffe (Quelle: IBN)

Nachwachsende und mineralische Baustoffe unter Berücksichtigung baubiologischer Kriterien wie Thermische Eigenschaften, Feuchteausgleichsverhalten, Wasserdampfdiffusion, chemische Zusammensetzung, Geruch, Elektrobiologie, Radioaktivität, Ökobilanz, regionale Verfügbarkeit, Akustik u.a.

Baufeuchte (Quelle: Wissenwiki)

Als Baufeuchte bezeichnet man vorrangig die Feuchte in Mauerwerk und Rohbau, die in der Bauphase in den Neubau gebracht wird (siehe auch: Einbaufeuchte). Vor allem der Einbau von Baustoffen wie Beton, Mörtel, Nassestrich, Putz und Farben sind die Hauptursachen für Baufeuchte. Um die relative Luftfeuchtigkeit zu verringern und Feuchteschäden zu vermeiden ist es entscheidend während der Bauphase und in den ersten Heizperioden aktiv zu lüften. Darüber hinaus sollte schon bei der Wahl der Baustoffe auf einen geringen Feuchtigkeitsgehalt geachtet werden (z.B. durch den Einsatz von Dünnbettmörtel, Trockenestrich).
Wärmedämmkonstruktionen müssen vor Feuchtigkeitsbelastung durch die warme Innenraumluft geschützt werden. Diese Aufgabe erfüllen Dampfbrems- und Luftdichtungsbahnen.

Baustoffklasse und Brandverhalten

Baustoffe werden gemäß DIN 4102, Teil 1 nach ihrem Brandverhalten in folgende Klassen eingeteilt: A = nicht brennbare Baustoffe, B = brennbare Baustoffe, B1 schwerentflammbare Baustoffe, B2 = normalentflammbare Baustoffe, B3 leichtentflammbare Baustoffe. Klassifizierte Baustoffe u. Bauteile sind in der dazugehörigen DIN 4102, T. 4 aufgeführt. THERMO NATUR Dämmstoffe sind der Brandstoffklasse B2 zuzuordnen bzw. der neuen Euroklasse E.  In Kombination mit anderen Baustoffen, können mit THERMO NATUR Dämmstoffen Bauteile erstellt werden, die F30 B -F 90 B erreichen. Mehr?

CO2-Emission

Der CO2-Wert eines Dämmstoffs gibt an, wie viel Kilogramm CO2 bei der Herstellung eines Kubikmeters Dämmstoff freigesetzt wurden. Dies ist sozusagen der ökologische Fußabdruck des Dämmstoffs. Dieser liegt für Hanf im Bereich von 32-52 kg/m³, bei Glaswolle im Bereich von 161-322 kg/m³.

Cradle to Cradle-Konzept (Quelle: Wissenwiki)

Das Cradle to Cradle-Konzept (engl., dt. sinngemäß Von der Wiege zur Wiege) beschreibt eine Form zyklischer Ressourcennutzung, in dem Produktionsweisen am Erhalt geschöpfter Werte ausgerichtet sind. Analog dem Nährstoffzyklus der Natur, in dem „Abfälle“ eines Organismus von einem anderen genutzt werden, sollen in der Produktion Materialströme so geplant werden, dass Abfälle sowie eine ineffiziente Nutzung von Energie vermieden werden. Das Cradle to Cradle-Konzept wurde 2002 von Michael Braungart und William McDonough entwickelt. Das Konzept basiert auf einem Begriff, der in der 1970ern durch den Schweizer Architekten Walter R. Stahel eingeführt wurde. Eine Ökobilanz gewährleistet, dass bei der Gewinnung von Rohmaterial (Cradle) bis hin zur Entsorgung auf einer Deponie (Grave), keine schädlichen Einflüsse auf die Umwelt auftreten. Dieser Prozess dient zum Schutz der Umwelt, allerdings werden natürliche Ressourcen erschöpft. Werden Produkte nach Cradle to Cradle konzipiert, so entsteht kein Abfall beziehungsweise wird dieser recycelt und es fallen keine negativen Einflüsse auf die Umwelt an. Die eingesetzten Materialien befinden sich also in einem geschlossenen Kreislauf ohne den Verlust von natürlichen Ressourcen. Eine neue Ökobilanz auf Basis von Cradle to Cradle anstelle Cradle to Grave bei einer vollständigen Verwertung der Rohstoffe, Wasser und Energie kann durch die Nutzung der „7Rs Golden Rule“ ermöglicht werden. Sie sind ein Muss für nachhaltige Entwicklung und stehen für:

reduction (Reduzierung),
reusing (Wiederverwendung),
recycling (Wiederverwertung),
recovering (Wiederherstellung),
rethinking (Umdenken),
renovation (Erneuerung) und
regulation (Regulierung)

Braungart und McDonough empfehlen den Wechsel zu einem System, in welchem Abfall für die Herstellung neuer Produkte wiederverwendet werden kann

Dämmstoffe

Ist ein Gattungsbegriff von Materialien mit wärme- und /oder schalldämmenden Eigenschaften. Bei allen eingesetzten Dämmstoffen müssen die Baustoffklasse für das Brandverhalten (Brandschutz) sowie die Wärmeleitwerte und die Eignungsmöglichkeiten der jeweiligen Materialien ausgewiesen werden. Auch Naturdämmstoffe wie Hanf, Jute, Holz, Flachs oder Schafswolle müssen selbstverständlich diese Nachweise erbringen, um zugelassen zu werden. Es wird grundsätzlich unterschieden in Dämmstoffe aus:

–  organisch-natürlichen (nachwachsenden) Rohstoffen (z.B. Hanf, Jute, Cellulose, Holz, Schafwolle)
–  organisch-synthetischen Rohstoffen (z.B. Polyester, Polystyrol, PU)
–  anorganisch-natürlichen Rohstoffen (z.B. Blähton, Perlite, Vermiculit)
–  anorganisch-synthetischen Rohstoffen (z.B. Mineralwolle, Schaumglas)

Entsorgung

Beschreibt das Sammeln, den Transport sowie die Zwischenlagerung und das Beseitigen von Baumaterialien, beispielsweise auf einer Bauschuttdeponie. Im Gegensatz zu den THERMO NATUR Dämsstoffen fallen bei vielen erdölbasierten Dämmstoffen nach Ende der Nutzungsdauer Entsorgungskosten an. THERMO NATUR Dämmstoffe sind komplett recyclebar. Bereits heute werden in der THERMO NATUR- Dämmstoffproduktion anfallende Abschnitte nach dem „Cradle-to-Cradle“-Prinzip wieder der laufenden Produktion zugeführt. Aus diesem Grund garantiert THERMO NATUR seit 2013 allen Bauherren die kostenfreie Rücknahme von sortenreinem THERMO NATUR Dämmstoffen nach der Nutzungsphase. THERMO HANF® PREMIUM PLUS lässt sich sogar – unter professionellen Bedingungen – kompostieren.

Facility Management (Quelle: IBN)

Die Gesamtheit aller Leistungen zur optimalen Nutzung der betrieblichen Infrastruktur auf der Grundlage einer ganzheitlichen Strategie. Betrachtet wird der gesamte Lebenszyklus von der Planung und Erstellung bis zum Abriss einschl. Umbau, Nutzungsänderung, Sanierung und Entsorgung. Ziel ist die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, die Werterhaltung, die Optimierung der Gebäudenutzung und die Minimierung des Ressourceneinsatzes zum Schutz der Umwelt.

Fassadendämmung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Fassadendämmung zu erstellen: Mit THERMO FASSADE bietet THERMO NATUR ein neues Fassadensystem für vorgehängte Fassaden als Alternative zu herkömmlichen Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) – sowohl bei der umweltgerechten Sanierung von Altbauten als auch bei der ökologischen Wärmedämmung von Neubauten. Die Systemlösung ermöglicht eine nahezu wärmebrückenfreie Montage der Fassadendämmung. Als Fassadenbekleidung lassen sich Holz- und Putzfassaden, oder auch vielfältige Kombinationen aus Holz, Putz, Metallen oder anderen Materialien realisieren.

Dampfdiffusion

Bezeichnet die Ausbreitung von Wasserdampf durch Bauteile.  Baustoffe die Wasserdampf durchlassen können, nennt man diffussionsoffen. Wie stark ein Baustoff die Diffusion (Ausbreitung) von Wasserdampf verhindert wird mittels der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl gemessen.Die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ  eines Baustoffes ist ein dimensionsloser Materialkennwert. Sie gibt an, um welchen Faktor das betreffende Material gegenüber Wasserdampf dichter ist als eine gleich dicke, ruhende Luftschicht. Je größer die µ-Zahl, desto dampfdichter ist ein Baustoff.

Kaskadennutzung

Die Kaskadennutzung ist ein neues Konzept der Rohstoffeffizienz von nachwachsenden Rohstoffen. Ziel ist es, den Lebenszyklus der wertvollen Rohstoffe durch intelligente Mehrfachnutzung entscheidend zu verlängern. Da auch die Anbaugebiete der nachwachsenden Rohstoffe eine endliche Ressource darstellen und nicht beliebig vergrößert werden können, kommt es vor dem Hintergrund einer steigenden Marktnachfrage darauf an, die gewonnen Rohstoffe möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu halten, bevor es zur energetischen Nutzung kommt – beispielsweise Verbrennung oder Verwendung als Biomasse.

Unser neu entwickelter Dämmstoff THERMO HANF® COMBI-JUTE zeigt, worum es bei der Kaskadennutzung geht. Unser Markendämmstoff THERMO HANF® COMBI JUTE ist mit einem Anteil von 20-25 Prozent gerissener Jutefaser angereichert. Die Jutefasern stammen beispielsweise aus bereits genutzten Schokolade- oder Kaffeesäcken, für die es normalerweise keine weitere Verwendung gibt. Wir bereiten den strapazierfähigen Rohstoff so auf, dass er – in Kombination mit Hanf – als natürliches Dämm-Material noch viele Jahre genutzt werden kann. Siehe auch: „Upcycling“

Lebenszykluskosten (Quelle: Wissenwiki)

Lebenszykluskosten (engl.: Life Cycle Costing) ist der Begriff für die Kostenmanagement-Methode, die die Entwicklung eines Produktes von der „Wiege bis zum Grab“ untersucht. Im Bauwesen deckt diese Untersuchungsmethode vermeidbare Folgekosten der unterschiedlichen Bauweisen auf. Zu den Folgekosten zählen:

Belastung der Umwelt
Belastung der Gesundheit

Diese Kosten trägt in der Regel die Allgemeinheit. Der Gesetzgeber hat bislang keine Regelung gefunden, wie diese Kosten dem Verursacher zugeordnet werden. Der erste Schritt läge in der Förderung bzw. Forderung dieser Untersuchungsmethode.

Jedoch trägt auch der Verursacher/Verbraucher einen erheblichen Teil anfallender Folgekosten:

Energieverbräuche (Heiz-, Kühlenergie, Stromverbrauch)
Wartung, Instandhaltung, Sanierung
Abbruch, Entsorgung

So können bereits in der Planungsphase klare Aussagen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis getroffen werden.

Luftfeuchtigkeit

Die absolute Luftfeuchtigkeit bezeichnet die Menge Wasser, die in g/m³ tatsächlich in der gemessenen Luft vorhanden ist. Die relative Luftfeuchtigkeit ist das Verhältnis (in %) der tatsächlich enthaltenen zur  maximal möglichen Masse an Wasserdampf in der Luft; oder anders ausgedrückt das Verhältnis zwischen der absoluten = tatsächlichen Luftfeuchte und der maximalen Luftfeuchte, die bei der jeweiligen Temperatur in der Luft enthalten sein kann.

In Wohnräumen sollte die relative Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch sein, etwa zwischen 40 und 60 Prozent. Moderne hoch gedämmte und sehr luftdichte Räume sorgen dafür, dass nur sehr wenig Heizwärme durch die Außenhülle des Hauses verloren geht. Gleichzeitig wird aber die Abführung von Feuchtigkeit, die durch Duschen, Kochen und die natürliche menschliche Verdunstung über die Haut und die Ausatmung entsteht, verhindert.  Aus den Zimmern kann sie nur durch häufiges Lüften oder automatische Lüftungsanlagen entfernt werden. Tatsächlich wird meist aber oft nicht so häufig gelüftet, wie es nötig wäre. Bei Dämmstoffen, die kein Wasser aufnehmen und speichern können, kommt es dann zum Niederschlag von Tauwasser an den Wänden, das die Grundlage für Schimmel und andere Feuchteschäden an der Bausubstanz bilden kann.

Deshalb sollte man bei der Wahl der Baumaterialien und der Inneneinrichtung darauf achten, dass eine natürliche Feuchteregulierung unterstützt wird, wie etwa bei dampfdiffusionsoffenen ökologischen Dämmstoffen, die zudem wie THERMO NATUR Dämmstoffe über eine hohe Sorptionsfähigkeit verfügen. Das heißt, sie besitzen die Fähigkeit, überschüssige Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und zu puffern. Nach dem nächsten Lüften, wenn die Raumluft wieder trocken ist, geben sie diese Feuchtigkeit wieder ab.

Diese Eigenschaft führte dazu, dass  THERMO NATUR Dämmstoffe bei der Schimmelpilzprüfung im Rahmen der Bauzulassung nach EN ISO 846 mit der Bestnote „0“ bewertet wurde. Laut DIBT (Deutsches Institut für Bautechnik) ist bei THERMO NATUR Dämmstoffen kein Schimmelpilzwachstum feststellbar.

Nachhaltigkeit (Quelle: IBN)

Ökologie und Ökonomie so in Einklang bringen, dass die Bedürfnisse heute lebender Menschen befriedigt werden, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen zu gefährden. Nachhaltig können z.B. Baustoffe oder Bauweisen sein.

natureplus (Quelle: Wissenwiki)

natureplus ist ein internationaler Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen mit etwa 100 Mitgliedern in vielen europäischen Ländern. Das Ziel des Verbandes ist die nachhaltige Entwicklung im Bausektor. Im Verein sind die Markterfahrung des Handels, die technische Kompetenz der Baustoffanwender und der Industrie, die wissenschaftliche Qualifikation der Prüfinstitute sowie das Engagement der Umwelt- und Verbraucherschutzverbände sowie der Gewerkschaften vereinigt. Die Struktur des Vereins, welche die Interessen der wichtigsten Interessengruppen des Bausektors auf paritätisch-demokratische Weise schon im Vorstand bündelt, führt zu von breiter Basis akzeptierten Entscheidungen. Wichtigstes Instrument zur Durchsetzung einer nachhaltigen Entwicklung im Baubereich ist das natureplus®-Qualitätszeichen. Die breite Trägerschaft des Vereins sowie der umfassende interdisziplinäre Ansatz sichern die hohe Glaubwürdigkeit dieses Labels.

Das natureplus®-Qualitätszeichen natureplus ist das internationale Qualitätszeichen für nachhaltige Wohn- und Bauprodukte, geprüft auf Gesundheit, Umwelt und Funktion. Das Zeichen soll in erster Linie Verbrauchern, aber auch Architekten, Handwerkern, Baufirmen und allen am Bau Beteiligten sichere Orientierung auf nachhaltige, d.h. umweltverträgliche und gesundheitlich unbedenkliche Produkte bieten. Das natureplus®-Qualitätszeichen steht für Gesundheitsverträglichkeit, umweltgerechte Produktion, Schonung endlicher Ressourcen und Gebrauchstauglichkeit. Produkte mit diesem Zeichen bestehen überwiegend aus nachwachsenden oder naturschonend gewonnenen Rohstoffen. Anspruchsvolle Prüfungen und europaweit strengste Grenzwerte für gesundheitsbedenkliche Stoffe garantieren die Unbedenklichkeit der zertifizierten Produkte. Die Kriterien für die Zertifizierung werden im Auftrag von natureplus durch unabhängige Experten aus Prüfinstituten sowie Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelt.

Phasenverschiebung

Die Phasenverschiebung bezieht sich auf ein Bauteil, z.B. Dachaufbau und trifft Aussage auf die zeitliche Verzögerung, mit der sich die gedämpften Temperaturspitzenwerte, der Dachaussenseite  auf der Oberfläche der  Innenseite einstellen.

Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf bzw. Primärenergieaufwand eines Dämmstoffes gibt an, wieviel Primärenergie zur Herstellung des Produktes aufgewandt worden ist. Der Energiebedarf für den Einbau, Entsorgung oder Recycling ist im Primärenergiebedarf nicht enthalten. So liegt der Primärenergiebedarf bei der Herstellung von THERMO NATUR Dämmstoffen bei 50-80 kWh/m³, der von EPS als synthetisch hergestellter Dämmstoff bei 200-760 kWh/m³.

Gütesiegel

Anerkannte Gütesiegel wie das natureplus-Zertifikat gewährleisten dem Bauherren, dass der verwendete Baustoff nicht nur dem Prinzip der Nachhaltigkeit folgt, sondern zudem frei von Schadstoffen ist.

Raumklima (Quelle: IBN)

Ein gesundes Raumklima wird durch folgende baubiologische Faktoren bestimmt: Luft (Kohlendioxidanteil, Luftschadstoffe, Staub, Geruch, Luftzug u.a.), Temperatur (Wärmestrahlung, Wärmedämmung, Oberflächentemperatur, Temperaturgefälle, Heizung u.a.), Feuchte (Luft- und Materialfeuchte, Wasserdampfdiffusion der Baustoffe u.a.), Elektroklima (Elektromagnetische Felder und Wellen, Erdmagnetfeld u.a.).

Rohdichte

Grundsätzlich gilt: Je höher die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes ist, desto geringer sein Dämmverhalten. Die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes ist abhängig von ihrer Struktur und Dichte. Denn bei der Wärmeleitung wird die Wärmeenergie durch Schwingungen der Moleküle weitergegeben. Die Wärmeleitfähigkeit steigt mit Zunahme der Rohdichte. Niedrige Rohdichte bedeudet also gute Dämmleistung. Günstige Rohdichten liegen im Bereich zwischen 20 und 100 kg/m3.  Für den sommerlichen Hitzeschutz und den Schallschutz ist eine höhere Rohdichte wichtig. Die Rohdichten der THERMO NATUR Dämmstoffe entnehmen Sie bitte den Datenblättern.

Schimmelpilz

Schlägt sich bei schlecht gedämmten Wänden oder zu hoher Luftfeuchte im Raum Kondenswasser nieder, so kann sich Schimmel auf den Innenseiten von Wänden oder Decken bilden. Die dampfdiffusionsoffenen THERMO NATUR Dämmstoffe sorgen für trockene und warme Oberflächen im Raum und können so der Bildung von Schimmelpilz vorbeugen oder diese komplett verhindern.

Temperaturamplitudenverhältnis, TAV

Das TAV, Temperaturamplitudenverhältnis bezieht sich auf ein Bauteil, z.B. Dachaufbau und trifft Aussage über die Dämpfung, mit der sich die Temperaturspitzenwerte,  der Dachaussenseite  auf der Oberfläche der  Innenseite einstellen. Je kleiner das TAV, desto größer ist der Dämpfungseffekt. Bei TAV=100 % würde die Temperatur ungedämpft durch die Außenwand wandern.

Umweltschonendes Bauen

beinhaltet ressourcenschonende Bauweisen, die zudem Luft und Wasser möglichst gering belasten. Beim umweltschonenden oder ökologischen bauen, werden vor allem Baustoffe verwendet, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Hanf gewonnen werden.

Upcycling

Beim Upcycling (aus dem Englischen up für „hoch“ oder „auf“ und recycling für „Wiederverwertung“ oder „Wiederaufbereitung“) werden Abfallprodukte oder nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Im Gegensatz zum Downcycling kommt es bei dieser Form des Recyclings zu einer stofflichen Aufwertung. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material reduziert die Neuproduktion von Rohmaterialien.“ Quelle: Wikipedia

„UPCYCLING“ der Jutefasern: Bei THERMO NATUR werden die aus ausgemusterten Kakaobohnen- und Kaffeesäcken gewonnenen Jutefasern zu Hochleistungsdämmstoffen weiterverarbeitet. Statt Deponierung oder thermischer Verwertung erhalten die Jutefasern ein „zweites Leben“ als wertvoller Dämmstoff.

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein spezifischer Kennwert eines Bauteils. Er wird im Wesentlichen durch die Wärmeleitfähigkeit und Dicke der verwendeten Materialien bestimmt, aber auch durch die Wärmestrahlung und Konvektion an den Oberflächen. Der Wärmedurchgangskoeffizient U – vereinfacht U-Wert und früher k-Wert genannt – ist im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz im Hochbau eine der wichtigsten Rechengrößen. Der U-Wert wird vor allem verwendet, um ein Bauteil bezüglich seiner Wärmedämmfähigkeit beurteilen zu können. Der Wärmedurchgangskoeffizient einer Dachkonstruktion ist abgängig vom Konstruktionsaufbau und natürlich von der Dicke der THERMO NATUR Dämmstoffe. Ein Beispiel aus dem Bereich Zwischensparrendämmung (Dämmung mit gedämmter Installationsebene und Unterspannbahn): Bei einer Dämmstoff-Dicke von 120 mm ergibt sich ein U-Wert von 0,288 (W/m²K), bei einer Dicke von 240 mm ein U-Wert von 0,168 (W/m²K).

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit (Lambda) eines Stoffes gibt an, welcher Wärmestrom – in Watt gemessen – in einer Stunde durch einen Quadratmeter einer ein Meter dicken Schicht bei einem Grad Temperaturunterschied hindurchgeht. Es handelt sich also um die Fähigkeit eines Materials, thermische Energie zu transportieren. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser demnach der Wärmeschutz, da weniger Wärme hindurchfließt. Bei THERMO NATUR Dämmstoffen erreichen wir Werte für die Wärmeleitfähigkeit von bis zu λ 10,dry = 0,0368 W/m·K.

Wärmespeicherkapazität

Die Wärmespeicherkapazität ist das Maß der Energiemenge die benötigt wird, um 1 Kilogramm eines Stoffes um ein Grad Celsius zu erwärmen. Die spezifische Wärmespeicherkapazität c (J/kgK) eines Baustoffes zeigt also, wieviel Wärme ein Stoff bei einer Temperaturänderung aufnehmen kann. Baustoffe mit hohen c-Werten begünstigen aufgrund ihres trägen Temperaturverhaltens einen guten sommerlichen Hitzeschutz. Je größer die Wärmekapazität eines Dämmstoffes ist, desto größer ist auch die sogenannte Phasenverschiebung. Die Phasenverschiebung bezeichnet die zeitliche Verzögerung, mit der sich die gedämpften Temperaturspitzenwerte, der Dachaussenseite  auf der Oberfläche der  Innenseite einstellen. So kommt es, dass sich bei THERMO NATUR Dämmstoffen die Mittagshitze gedämpft und erst mit einer Zeitverzögerung von 10-14 Stunden auf der Oberfläche der  Innenseite einstellt. Dann aber ist die Außentemperatur schon wieder so niedrig, dass die Wärme nach außen abgegeben wird. Die Wärmespeicherkapazität c von THERMO NATUR Dämmstoffen liegt bei bis zu 2300 (J/(kgK), die von Steinwolle bei 840 J/(kgK), dementsprechend hoch, bzw. niedrig ist auch die Phasenverschiebung.